Ihr zahlt für das Staatsfernsehen?

Ihr zahlt für das Staatsfernsehen?

Ich hatte dieser Tage eine erhellende Unterhaltung mit Besuch aus Moskau. Wir haben über Wohnungskosten geredet, volle U-Bahnen, lange Wege und Pannen in der Stadt. Eigentlich waren wir der Meinung, dass hier in Österreich vergleichsweise alles bestens läuft; Mietpreise steigen – na und? Kein Vergleich zu Moskauer Kosten. Und was auch immer sich im (öffentlichen) Verkehr abspielt – Peanuts.
Welche versteckten Kosten und Gebühren das Leben hier zusätzlich teuer machen und zugleich für das angenehme Leben notwendig sind, ist dann aber auch für den neugierigen Moskauer neu. Dass Energiekosten ein Thema sind, ist aus Moskauer Sicht neu – aber nachvollziehbar. Worauf ich dann aber erst mal keine Antwort hatte, war ihre ehrlich Überraschung über exotische Ausgaben wie ORF-Gebühren: „Ihr zahlt für das Staatsfernsehen? – Auf so eine Idee ist noch nicht mal unsere Regierung gekommen…!“
Das muss man in gewisser Weise mal so stehen und wirken lassen…

Staatsfernsehen

Michael Hafner

Michael Hafner

Datenanalyst, Wissenschaftshistoriker, Technologiephilosoph

Zufallsempfehlungen

flickr/Joy Ito

Doctorows Crashkurs in Kapitalmarktlogik

Ich habe gerade Cory Doctorows “For the Win” gelesen und kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Doctorow zeichnet nicht nur beeindruckende Bilder aus Indien, Kalifornien

The Gap: Meine Top 10

Im aktuellen Gap darf ich auch mal meine aktuellen Charts platzieren. An dieser Stelle danke fuer die Einladung, und ich moechte die Gelegenheit nutzen, allen

Sonst noch neu

Don Ihde: Technology and the Lifeworld

Technik, Technologie und Wissenschaft sind Teil einer Lebenswelt und keine unabhängigen Monolithen, die neben Natur, Kultur und Gesellschaft stehen. Vor 40 Jahren war diese These neu.

Daten lösen keine Probleme

Die Idee, mit Daten Probleme lösen zu wollen, ist etwa so absurd wie die Vorstellung, Problemen und Folgen des Klimawandels sei mit der Erfindung des Thermometers bereits ausreichend begegnet.

Datenwirksamkeit und Magie

Daten können viel bewirken, aber sie wirken nicht von allein. Sie müssen in Prozesse und Organisationen übergehen – auch wenn das manchen als unwürdige Entzauberung erscheint.

Daten und die Bias-Banalität

Es ist ein merkwürdiges Missverständnis, in Daten und Technik neutrale Konzepte mit einem besonderen Naheverhältnis zur Realität zu vermuten.

Jenseits von Analytics

Zeitgemäße Analytics-Tools bieten mehr und setzen mehr voraus, als viele digitalisierende Unternehmen können.

Datenbasis

Data Science hilft zu besseren Entscheidungen, verspricht die Daten-Branche. Aber wo hören Daten auf, wo fangen Entscheidungen an?