
Régis Jauffret, Microfictions 2022
Ich werde nicht ganz schlau daraus. Ein Panorama unserer Zeit, konkret dieses Jahres, als 1000-Seiten-Roman, blitzschnell geschrieben – das klang spannend. Jauffret löst das als

Ich werde nicht ganz schlau daraus. Ein Panorama unserer Zeit, konkret dieses Jahres, als 1000-Seiten-Roman, blitzschnell geschrieben – das klang spannend. Jauffret löst das als

“Schlangengrube” ist ein historischer Roman über den Terror Idi Amins in Uganda, “State of Blood” liest sich wie die Vorlage dazu.

Es sind Männerromane, die nicht von Helden handeln, sondern von überzeichneten Midlifecrisis-Machos, die man beim Lesen auch mit ein wenig Fremdscham begleitet.

John Dramani Mahamas autobiografische Erzählungen sind eines der schönsten Bücher, die Politiker je geschrieben haben.

Dieses Buch ist so hoffnungslos, dass nur noch hoffnungsloser ist, dass dieses Buch ein Klassiker der Literatur Ghanas ist: Korruption, Putsch, und noch mehr Korruption und Zerstörung.

Politstory, Psychodrama, ein wenig Fantastik – wäre dieses Buch nicht afrikanische Literatur der 60er Jahre, dann wäre es ein Actionfilmdrehbuch. So ist es vermutlich aber besser.

Japanische Literatur zu lesen gehört für mich ja zu den deprimierendsten Beschäftigungen.

Ein vermeintlich Irrer, der Bankdirektoren verhext, Magierinnen und ganz banale Raubmörder – diese Erzählungen aus Benin sind recht düster.