
Georg Franck, Ökonomie der Aufmerksamkeit, Mentaler Kapitalismus
Die Menge an verfügbarer Aufmerksamkeit kann nicht wachsen, meinte Franck. Das ist ein Irrtum: Heute können wir zumindest überzeugend so tun als ob.

Die Menge an verfügbarer Aufmerksamkeit kann nicht wachsen, meinte Franck. Das ist ein Irrtum: Heute können wir zumindest überzeugend so tun als ob.

Eindeutigkeit ist die Feindin von Ambivalenz. Und die ist nicht Unschlüssigkeit, sondern oft die realste Annäherung an die Welt.

In den Nebeln von Postmoderne- und Neoliberalismus-Kritik fällt es manchen Philosophen schwer, klare Argumente zu formulieren.

Letztlich bleibt es bei der Frage: Ist das Recht ein Instrument der Unterdrückung oder der Ordnung und Befreiung?

Gegen den Neuen Realismus ist wenig einzuwenden – außer dass er sich viele Probleme selbst schafft, um noch mehr Probleme lösen zu können.

Tätigkeit ist Freiheit. Und seit Arbeit als Sinnbild von Tätigkeit gilt, ist Freiheit eingeschränkt. – Allerdings nicht durch die Arbeit, sondern durch den Stellenwert, den man ihr einräumt.

Wie geht heute Revolte? Geoffrey de Lagasnerie sucht in Anonymität und anderen Strategien, angreifbar zu werden, neue Möglichkeiten für effiziente Revolutionen.

Eine der ersten antikolonistalistichen Streitschriften glüht heute noch immer. Zeitlos erschreckend sind Fanons Notizen über seine psychiatrische Behandlung Traumatisierter des Algerienkriegs auf beiden Seiten.